Das begehrte
Fräulein
Der
erste denkt,
Der
zweite spricht,
Was
der dann schenkt,
Dem
sagt er's nicht.
Die
rote Rose -
Ob
sie trifft?
Der
dritte zieht aus seiner Hose
Ein
peace heraus und kifft.
Der
erste fühlt,
Der
zweite schreibt,
Der
dritte spricht, -
Der
andre wühlt
Ob
doch mehr bleibt
Als
so ein jämmerlich' Gedicht.
Für Katja
Da
war doch mal ein Frauenzimmer,
Zierlich,
mal possierlich und auch keck.
Sie
hatte Zeit, doch auch nicht immer,
Und
wenn ich Sehnsucht hatte, war sie weg.
Ich
liebte sie,
doch
wir uns nicht.
Wenn
sie mich fragen täte: Wie?-
Sagt'
ich: Sieh's doch auch mal aus Platons Sicht!
Für Kalina
Als Christoph einst war interniert,
Hat sich kaum jemand interessiert
Für seine schöpferischen Gaben,
Man wollte sich an seiner Krankheit laben.
Er traf dort mal ein Frauenzimmer,
Zierlich, nicht possierlich, aber keck,
Sie fand schon Zeit für ihn,
Doch auch nicht immer,
Und wenn er Treue wollte,
Ging sie weg.
Sie liebten sich nicht nur am Geist,
Und tobten miteinander Kunst,
Sie waren zueinander dreist... –
Was sie sich schenkten? – Es war Gunst. CF, 08.09.14 – 04.10.14
Die gesammelten Werke des Autors sind im Buchhandel unter dem Titel »Seltsame Gedichte / Aphorismen« erhältlich.
Κристиан Φерх, M.A.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen